Wenn es zu viel wird
Erschöpft, gereizt, am Ende? Das ist kein Versagen. Jeder dritte pflegende Angehörige sagt, die Pflege sei kaum noch zu schaffen. Sie dürfen sich Hilfe holen – und es gibt sie.
Jetzt mit jemandem sprechen
Hier hört Ihnen jemand zu – anonym und ohne Vorwürfe:
- Pflegetelefon des Bundes 030 201 791 31 Fragen zur Pflege, Überlastung, Pflege und Beruf. Mo–Do 9–18 Uhr, anonym.
- Alzheimer-Telefon 030 259 37 95 14 Fragen rund um Demenz. Mo–Do 9–18 Uhr, Fr 9–15 Uhr.
- Telefonseelsorge 0800 111 0 111 Wenn Ihnen alles zu viel wird. rund um die Uhr, kostenlos, anonym.
Bei akuter Gefahr: Notruf 112
Wenn Sie daran denken, sich oder anderen etwas anzutun: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr für Sie da.
Luft verschaffen – schon in den nächsten Tagen
Diese Hilfen bezahlt die Pflegekasse. Viele Familien wissen nichts davon.
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Jemand anderes übernimmt
Bei der Verhinderungspflege springt ein Pflegedienst, eine Nachbarin oder ein Verwandter für Sie ein – stundenweise, tageweise oder bis zu 8 Wochen im Jahr. Ab Pflegegrad 2 sofort möglich, das Pflegegeld läuft zur Hälfte weiter.
bis zu 3.539 € im Jahr
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Ein paar Wochen Pause
In der Kurzzeitpflege wird Ihr Angehöriger für einige Tage oder Wochen in einer Einrichtung versorgt. Fragen Sie früh an – die Plätze sind knapp.
aus demselben Jahresbetrag
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Regelmäßig freie Tage
In der Tagespflege wird Ihr Angehöriger tagsüber betreut, zum Beispiel an zwei Tagen pro Woche. Das wird nicht vom Pflegegeld abgezogen.
721 € bis 2.085 € im Monat, je nach Pflegegrad
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Hilfe im Haushalt
Putzen, Einkaufen, Begleitung: Anerkannte Helferinnen und Helfer können über den Entlastungsbetrag bezahlt werden.
bis zu 131 € im Monat
Damit Sie auf Dauer durchhalten
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Eine Kur nur für Sie
Pflegende Angehörige haben Anspruch auf eine Vorsorge oder Reha, meist drei Wochen. Ihre Hausarztpraxis stellt den Antrag bei der Krankenkasse. Ihr Angehöriger kann mitkommen oder wird in der Zeit versorgt – das bezahlt die Pflegekasse.
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Nicht allein bleiben
In Selbsthilfegruppen treffen Sie Menschen, die genau verstehen, was Sie durchmachen. Pflegekurse für Angehörige sind kostenlos und machen vieles leichter.
Selbsthilfe bei „wir pflegen“ -
Beruf und Pflege
Um die Pflege zu organisieren, dürfen Sie bis zu 10 Arbeitstage fehlen – mit Lohnersatz, dem Pflegeunterstützungsgeld. Für längere Auszeiten gibt es Pflegezeit und Familienpflegezeit.
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Auf die eigene Gesundheit achten
Dauernde Erschöpfung, schlechter Schlaf, Gereiztheit, Rückzug: Das sind Warnzeichen. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin darüber – das ist kein Jammern, sondern Vorsorge.
Beträge für 2026. Ob im Einzelfall alles zusteht, klärt Ihre Pflegekasse oder ein Pflegestützpunkt.